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Geschrieben von
Jora Dahl

Jora Dahls Stauden-Guide für Anfänger

Stauden sind für mich die wichtigsten Gartenpflanzen. Sie sind -richtig gepflanzt- pflegeleicht und bringen Jahr für Jahr Fülle und Farbe in den Garten. Hier findest du alle wichtigen Tipps und Tricks, um auch als Anfänger mit diesen Gartenpflanzen Erfolg zu haben!

WAS SIND STAUDEN?

Stauden sind mehrjährige Gartenpflanzen. Sie treiben jedes Jahr neu aus, blühen und bilden Samen. Im Winter sterben die oberen Pflanzteile ab, während die Kraft der Pflanze in der Wurzel verbleibt und im nächsten Jahr erneut austreibt. Manche langlebigen Stauden werden dabei älter als ihre Gartenbesitzer, kurzlebige Stauden sterben nach ein paar Jahren ab, haben sich jedoch vorher reichlich versamt, wenn die Samenstände nicht abgeschnitten wurden.

WARUM STAUDEN?

Wenn Bäume und Sträucher das „Skelett“ des Gartens sind, so sind Stauden dessen Seele. Sie schaffen Emotionen, bringen Fülle, Farbe und Rhythmus in den Garten. Und sind dabei viel pflegeleichter als Rasen. Je mehr Beetfläche man den platten Grünflächen abtrotzt, je weniger Arbeit hat man. Zudem gehören sie zu den günstigsten Gartenpflanzen. Für den Preis einer Buchskugel lässt sich ein ganzes Blütenmeer anlegen. Voller Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Marienkäfer. Voller Leben.

BEETGESTALTUNG

Stauden sollten immer in Gruppen gepflanzt werden. Meist werden 3-5 Pflanzen gleicher Sorte zusammengefasst und als Gruppe wiederum 3-5x oder häufiger im Beet wiederholt. Wie immer gibt es Ausnahmen: Große Stauden oder Gräser werden häufig einzeln gepflanzt (aber auch hier ist die Wiederholung wichtig!). Kleine, bodendeckende Stauden werden manchmal auch in Gruppen von 10-15 Stück zusammengefasst, um zu wirken. Ein Beet sollte eine ausgewogene Mischung aus hohen (Leit)-stauden, mittleren Begleitstauden und niedrigen, gut bodendeckenden Füllstauden enthalten. Lieber weniger Sorten und häufige Wiederholungen, das ist der Trick!

Hier kannst du unsere Auswahl der schönsten Stauden entdecken

RIGHT PLANT, RIGHT PLACE – DER RICHTIGE STANDORT

Der richtige Standort ist entscheidend, damit sich die Staude gut entwickelt. Staudenbeete sollten nicht in die Nähe großer Bäume oder Sträucher gepflanzt werden, da die meisten Stauden Wurzeldruck, Schatten und Trockenheit durch das Blätterdach der Baumkrone nicht gut vertragen. Wenn der Standort als sonnig angegeben ist, muss auch wirklich die meiste Zeit die Sonne scheinen (ideal zwischen 11-15 Uhr). Halbschatten bedeutet: Die Sonne scheint entweder vormittags oder nachmittags.

EIN GUTER BODEN

So wichtig wie der richtige Standort ist ein guter Boden. Sandige Böden sollten mit viel Kompost verbessert werden. Schweren, lehmigen Böden kann Sand hinzugefügt werden, um Staunässe zu vermeiden. Frage am besten in der Gärtnerei deines Vertrauens nach, wie du mit dem Boden deiner Region umgehen sollst. Vor der Pflanzung sollte der Boden komplett unkrautfrei und locker sein. Bearbeite ihn am besten dafür mit einer Grabegabel oder einem Spaten.

DIE RICHTIGE PFLEGE

Gut zu wissen: In den ersten ein bis zwei Jahren ist die Pflege umfangreicher als danach. Wenn die Stauden noch klein sind, ergeben sich Lücken im Beet, in denen sich gerne Unkräuter ansammeln. Diese sollten sie regelmäßig entfernen. Wenn die Stauden ausgewachsen sind, sollte keine unbedeckte Erde mehr zu sehen sein, infolgedessen fällt auch das Unkrautjäten im Sommer weg. Ein gutes Mittel für wenig Arbeit und großen Blütenreichtum ist es, in den ersten Jahren einjährige Sommerblumen in die Lücken zu pflanzen. Neben dem Unkrautjäten sollte natürlich darauf geachtet werden, die Stauden regelmäßig zu wässern, insbesondere bei Trockenheit. Als Faustregel gilt: Lieber weniger oft und intensiv, als ständig wenig Wasser geben. Die Staude ist dadurch gezwungen längere Wurzeln auszubilden, um die unteren Wasserschichten zu erreichen. Einzige Ausnahme: In den Wochen nach der Pflanzung sollte der Boden sehr regelmäßig gewässert werden, da die Jungpflanzen natürlich noch sehr kleine Wurzeln haben.

Eine dritte Maßnahme für ein gesundes Wachstum ist die Düngung. Da die meisten unserer Stauden keine Starkzehrer sind, reicht es völlig aus, den Boden 1-2 x pro Jahr mit Hornspänen zu verbessern und einmal pro Jahr gute 5 cm Kompost einzuarbeiten. Alle unsere Stauden sind winterhart und haben viele Jahre bei uns in Potsdam, einer Region mit sehr tiefen Wintertemperaturen, gut überlebt. Ratsam ist es dennoch im Spätherbst Laub auf den Beeten zu verteilen, das einen gewissen Schutz bietet. Im Frühjahr können die Reste einfach in den Boden eingearbeitet oder entfernt werden. Fast alle unsere Stauden sollten erst im zeitigen Frühjahr zurückgeschnitten werden, da die Samenstände im Winter sehr zierend sind und der Pflanze auch einen gewissen Schutz bieten.

BLÜTEZEIT VERLÄNGERN UND LÜCKEN FÜLLEN

Pflanzen Sie in den ersten Jahren Lückenfüller zwischen die noch kleinen Stauden. Gut geeignet sind z.B. Ziertabak oder Zinnien. Oder lassen Sie kurzlebige Stauden, die sich reichlich versamen, durchs Beet wandern. Akeleien sind ein Muss, ebenso passt das Engelshaargras (Stipa tenussima) zu fast allen unseren Pflanzungen. Ganz wichtig: Verlängern Sie die Blütezeit Ihres Staudenbeetes mit den richtigen Zwiebelpflanzen, die einfach zwischen die Stauden gesetzt werden. Narzissen, Tulpen und Allium sind dafür unerlässliche Gartenpflanzen, für eine Blütezeit vom zeitigen Frühjahr an.

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