Garten

Dos und Don’ts im Schnittblumengarten

Deine Checkliste für Herbst und Winter

Der späte Herbst ist für mich die Zeit, in der der Schnittblumengarten langsam zur Ruhe kommt, und doch gibt es noch einiges zu tun. Wer jetzt Zwiebeln steckt, Dahlien sicher einlagert und den Beeten eine schützende Decke gönnt, legt den Grundstein für eine üppige Blüte im nächsten Jahr. Genauso wichtig ist es, manches bewusst sein zu lassen. Damit du den Überblick behältst, habe ich dir meine wichtigsten Dos und Don’ts für Herbst und Winter zusammengestellt.

Do’s

  1. Letzte Zwiebelblumen pflanzen: Tulpen, Narzissen und Co. gehen noch bis Ende Januar in die Erde, solange der Boden nicht gefroren ist. Pflanze sie etwa doppelt so tief, wie die Zwiebel hoch ist. Spät gesetzte Zwiebeln blühen oft etwas später, aber meist trotzdem zuverlässig.
  2. Dahlien nach dem ersten Frost ausgraben: Schneide die Triebe komplett ab und hebe die Knollen vorsichtig mit einer Grabegabel aus. Lass sie ein paar Tage abtrocknen, beschrifte sie (Sorte, Farbe) und lagere sie kühl, dunkel, frostfrei und trocken bei 5 bis 10 °C.
  3. Winterharte Einjährige aussäen: Rittersporn, Kornblume, Ringelblume, Mohn und Löwenmäulchen überwintern als Jungpflanzen und blühen im Frühjahr früher und kräftiger. Bei warmem Herbstwetter ist die Aussaat noch möglich.
  4. Laub in den Beeten lassen: Eine lockere Schicht von 5 bis 10 cm schützt die Wurzeln vor Frost, hält den Boden feucht und füttert das Bodenleben. Auf dem Rasen sollte das Laub dagegen entfernt werden.
  5. Gehölze schneiden oder einkürzen: Arbeite am besten an frostfreien Tagen, damit die Schnittstellen sauber verheilen.
  6. Staudenbeete anlegen und bepflanzen: Bei mildem Wetter ist das auch im Winter möglich, solange der Boden offen ist.
  7. Frostempfindliche Kübel und Pflanzen schützen: Stelle Töpfe an eine geschützte Hauswand. Empfindliche Arten ziehen besser in ein helles, frostfreies Quartier um.
  8. Werkzeug pflegen: Erdreste entfernen, Metall ölen, Schere desinfizieren und schärfen lassen.

Don’ts

  1. Stauden nicht im Herbst schneiden, erst im frühen Frühjahr: Das alte Laub schützt die Triebknospen, und die Stängel sind Winterquartier für Insekten. Kranke Teile (zum Beispiel mit Mehltau) darfst du entfernen.
  2. Nicht düngen: Stickstoff fördert weiches Wachstum, das bei Frost erfriert. Pflanzen sollen jetzt zur Ruhe kommen. Kompost oder Laub als Mulch ist dagegen in Ordnung, denn beides gibt seine Nährstoffe langsam ab.
  3. Dahlienknollen nicht nass einlagern: Sie müssen gut abgetrocknet sein, sonst faulen sie im Winterquartier. Lass sie nach dem Ausgraben ein paar Tage an einem luftigen, frostfreien Ort liegen.
  4. Beete nicht kahl lassen: Offener Boden verschlämmt und laugt aus, also mulchen oder mit Laub bedecken.
  5. Beete bei Frost oder nassem Boden nicht umgraben oder betreten: Das zerstört die Bodenstruktur, und die feinen Poren, die für Luft und Wasser wichtig sind, werden zusammengedrückt. Warte lieber auf trockene, offene Tage.
  6. Rasen bei Frost nicht betreten: Die gefrorenen Halme brechen leicht, und es entstehen braune Trittspuren, die sich im Frühjahr nur langsam erholen. Warte, bis der Raureif getaut ist.

 

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